Die 10ner Germania MiNr.105 (Wasserzeichen 1 - Rauten)

 

dr 105 a 

Nr. 105 a - dunkelrot

 

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dr 105 c 

Nr. 105 c - dunkelrosarot

mit HAN U 1804 19

 

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Druckauffälligkeiten

 

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Druckauffälligkeit: Das "s" und "ä" von "beschädigte" sind oben gebrochen

 

deutsches reich 105 weinar leipzig vs deutsches reich 105 weinar leipzig rs

Einschreibebrief von Weimar (ab 7.6.19) nach Leipzig (an 8.6.19)

Stempel:Nationalversammlung

 

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Was war alles 1919

Kriegsschuld und Diktat in Versailles

1919 Spartakusaufstand Tödliche Grippe Diktat in Versailles Bilanz: 9 Millionen Tote im Ersten Weltkrieg.

 

In Versailles diktieren die Sieger die Nachkriegsordnung

Mit den Pariser Friedenskonferenzen zur Beendigung des Ersten Weltkriegs, mit den Friedensverträgen von Versailles und Saint-Germain-en-Laye und mit der Gründung des Völkerbunds wird das Jahr 1919 für die Entwicklung Europas und der Welt in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu einem Schlüsseljahr.

Auf den Pariser Friedenskonferenzen schreiben die alliierten Siegermächte des Ersten Weltkriegs die staatliche Neuordnung Europas und des Nahen Ostens fest und teilen die ehemaligen deutschen Kolonien unter sich auf. Die Neuordnung in Europa betrifft vor allem die nach dem Zusammenbruch der österreichisch-ungarischen Doppelmonarchie entstandenen »Nachfolgestaaten«, d. h. die neuen Staaten Deutschösterreich, Ungarn, Tschechoslowakei und das Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen (Jugoslawien). Deutschösterreich und Ungarn werden zu Rumpfstaaten reduziert, wobei die Territorialforderungen der Kriegsgegner in der Regel befriedigt werden – ungeachtet des von den Siegermächten proklamierten Selbstbestimmungsrechts der Völker. Südtirol z.B. wird ohne Volksabstimmung Italien zugesprochen. Das daraus resultierende Minderheitenproblem wird die Welt noch lange beschäftigen.

 

Gebietsverluste und Reparationsforderungen schüren Revisionismus

Die Revision der in Paris festgelegten Grenzen ist in der Folgezeit nicht nur ein Wunsch deutscher »revisionistischer« Politiker, sondern auch der Ungarn, der Österreicher, der Siebenbürger, der Südtiroler und anderer. Während sich die Europäer fast widerstandslos den Diktaten der Großmächte fügen, proklamiert Mustafa Kemal Pascha (Kemal Atatürk) den bewaffneten Widerstand gegen diese auch von der türkischen Regierung akzeptierte Politik und beginnt mit seinen Freischaren einen Unabhängigkeitskrieg, der zum endgültigen Sturz des Sultanats in der Türkei führt. Afghanistan ruft seine völlige staatliche Selbstständigkeit von Großbritannien aus und setzt sie in einem Krieg gegen die Kolonialmacht durch. Auch in Ägypten fordert das Volk die Unabhängigkeit von Großbritannien.

Mit den Friedensschlüssen von Versailles und Saint-Germain-en-Laye zwingen die Alliierten dem Deutschen Reich und Deutschösterreich eine »Friedensordnung« auf, die im Wesentlichen von Macht- und Wirtschaftsinteressen bestimmt ist und vor allem das Deutsche Reich »bestrafen« soll. Die warnenden Stimmen, die auch im Lager der Alliierten Stellung gegen diese Friedensdiktate beziehen, bleiben ungehört.

Ein internationaler Staatenbund, der Völkerbund, soll über die Friedensordnung wachen und künftige Kriege verhindern. Dieser Staatenbund wird von den Siegermächten gegründet, die Verlierermächte bleiben von ihm – vorerst – ausgeschlossen. Zwar ist der Erste Weltkrieg für die Alliierten siegreich beendet, doch auf dem Kriegsschauplatz Russland geht der Krieg mit unverminderter Heftigkeit weiter. Hier gilt der Kampf der Alliierten dem »Bolschewismus«, vor dem sie Europa retten wollen. Gegen die Sowjetregierung in Moskau kämpfen nicht nur russische Monarchisten, sondern auch britische und französische Einheiten.

 

Ende der Räterepubliken und politische Morde in Deutschland

Innenpolitisch bringt das Jahr 1919 im Deutschen Reich und in Österreich das Ende der Revolutionen von 1918 und die Etablierung der Demokratie. Aufstände von Spartakisten und Kommunisten gegen die »bürgerliche« Demokratie scheitern, die Räterepubliken in Braunschweig, Bremen und München werden von Regierungstruppen und von Freikorps, in denen sich immer mehr rechtsgerichtete Offiziere und Soldaten sammeln, zerschlagen. Da vordergründig Gefahr für die bürgerlich-parlamentarische Staatsform nur von links zu drohen scheint, kann die politische Rechte weitgehend ungestört ihre Agitation gegen die neue Regierung betreiben; sie bedient sich nicht der spektakulären Kampfmittel der Kommunisten; von Anfang an ist neben gezielter Diffamierung auch Mord ein politisches Mittel der rechten Ultras: In Berlin werden die Kommunistenführer Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht von rechtsgerichteten Offizieren erschossen, und ein Rechtsnationaler ermordet in München den sozialdemokratischen bayerischen Ministerpräsidenten Kurt Eisner.

 

Quelle: Chroniknet

   
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